Tamara Lukasheva

Tamara Lukasheva

 

Tamara Lukasheva, Foto von Annette Etges (c) / wismART Verlag
Jazzthetik: Titelstory in der Mai-Juniausgabe 2021

Aktuelles zu Tamara Lukashevas neuem Album "Gleichung" finden Sie weiter unten auf der Seite (Hörbeispiele etwa durch den Klick auf das CD-Cover).

B I O G R A F I S C H E S
Tamara Lukasheva ist zugleich Komponistin und Sängerin. Sie geht voller Neugier und mit wachen Sinnen durch die Welt. Musik ist ihre Muttersprache – und ihr Mittel, um Eindrücke, Begegnungen und Alltag zu verarbeiten. Und um etwas Neues zu erschaffen, das wiederum andere Menschen berührt; über Grenzen und musikalische Kategorien hinweg.

Tamara Lukasheva wurde 1988 in Odessa, Ukraine, geboren. Zwischen 2003 und 2007 studierte sie am Konser- vatorium in Odessa, zwischen 2010 und 2015 an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. In ihrem aktuellen Soloprojekt "Gleichungen" vertont sie deutsche Poesie. Hier ist sie gleichermaßen Komponistin, Pianistin und Sängerin.

Bereits während ihres Studiums in Köln gründete Tamara Lukasheva ein Quartett mit Sebastian Scobel (Klavier), Jakob Kühnemann (Bass) und Dominik Mahning (Schlagzeug). 2019 ersetzte Lucas Leidinger Sebastian Scobel am Klavier. Darüber hinaus ist sie im Rahmen mehrerer Kooperationen aktiv, mit Marie Theres Härtel (Viola) und DeeLinde (Cello) bildet sie z.B. das Streichtrio Kusimanten. Als Sängerin kooperiert sie mit Vadim Neselovskyi, Hans Lüdemann, Arkady Shilkloper, Bodek Jahnke, Sebastian Gramss, Jens Düppe, Dominik Mahnig und anderen bedeutenden Musikern der europäischen Jazzszene. Mit Johannes Weber (Gitarre), Malte Viebahn (E-Bass) und Jan Helten (Schlagzeug) unternimmt sie unter dem Namen Lukoshko interstellare Ausflüge zu kosmischen Klangufern.

Tamara Lukasheva wird mit dem WDR Jazzpreis 2021 in der Kategorie Komposition ausgezeichnet. Zuvor erhielt sie 2018 als "außergewöhnlich variable und ideenreiche Musikerin" das Horst-und-Gretl-Will-Stipendium und damit den Kölner Jazzpreis. 2017 erhielt sie den Neuen Deutschen Jazzpreis Mannheim. 2016 gewann sie den Bujazzo-Kompositionswettbewerb und 2015 wurde sie mit ihrem Quartett Zweite bei den "Keep an Eye Jazz Awards Amsterdam".

Tamara Lukasheva lebt und arbeitet in Köln.


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Alben

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Gleichung (CD)
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Gleichung (DL)
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Reviews

P R E S S E - 2 0 2 1 - zum neuen Album "Gleichung".

(...) Wie ein roter Faden zieht sich durch Gleichung eine Poesie ohne Worte. Stimme und präpariertes Klavier umkreisen einen Kosmos des Menschlichen. Die Frage bleibt - nicht nur in Fontanes Gedicht. Trotzig und vehement, leise und zärtlich klingt es in Lukashevas musikalisch reflektiertem Welterleben. Eine Gleichung mit Rätseln und offenen Fragen. The music of the future, wie das Label wismART nicht scheut, selbstbewusst ohne Wenn und Oder zu formulieren. Lukasheva ist dafür eine überzeugende Botschafterin. (Peter E. Rytz)
NRWJAZZ.NET

(...) das ist aufregend, frisch, ungewöhnlich, mal jazznah, mal eher neue Musik, über weite Passagen auskomponiert, aber mit freien Anteilen. (Ralf Stiftel)
WESTFÄLISCHER ANZEIGER, Hamm

Tamara Lukasheva vertont ausgesuchte Gedichte. (...) Sie singt die Zeilen, begleitet sie mit selbstgeschaffenen Tonfolgen am Piano. Kurze instrumentale Zwischenspiele geben den Hörenden Raum, den Worten nachzuhängen und werfen dabei ein Licht auf ihre Fähigkeiten am Instrument und dessen exzellentem Klang. Dabei ist ihre Art des Gesangs-Vortrags mindestens so einfallsreich wie ihr handwerkliches Können am Piano. "Gleichung" ist weder Jazz noch Klassik, einfach der individuelle Ausdruck einer hervorragend ausgebildeten und in diversen musikalischen Umfeldern trainierten Künstlerin. Frei von Vorgaben oder Konventionen.
NA DANN Ohrenschmaus, Münster

(...) Es ist ihr erstes Soloalbum, nachdem sie seit 2016 vor allem mit ihrem Quartett in Erscheinung getreten ist. Und es ist enorm spannend, wie die Wahlkölnerin deutsche Poesie in Szene setzt und über welches Repertoire sie gesanglich verfügt. Die Poesie vom Mondscheinzauber in einer dunklen Nacht (...) untermalt sie mit dunklen Piano-Texturen und behutsam schwingenden Gesängen, intim und nahbar. Vier Kompositionen kommen ganz ohne Worte aus, „Interludium“ gar ohne Piano, denn darauf sind nur Atem, Stimme und Körper zu hören. Großartig auch das flotte Duett mit sich selbst („Song for Anna“), „Der Schatten“ wagt einen Ausflug ins Experimentelle. (...) (Mane Stelzer)
MELODIVA

London Jazz News:

https://londonjazznews.com/2021/01/09/tamara-lukasheva-new-solo-album-gleichung-and-2021-wdr-jazz-prize-for-composition/
LONDON JAZZ NEWS